Was tun bei Reisedurchfall?

Reisedurchfall kann die schönste Traumreise in einen Albtraum verwandeln oder Ihnen zumindest einige unpässliche Tage im Urlaubsparadies bereiten. Daher haben wir für Sie einige Tipps gesammelt wie Sie Reisedurchfall hoffentlich vermeiden.

Was versteht man unter Reisedurchfall?

Als Reisedurchfall bezeichnet man Durchfall, der während oder seltener kurz nach einer Fernreise auftritt. Meistens tritt Reisedurchfall bei Reisen in tropische oder subtropische Gebiete mit heißem Wetter und/oder hoher Luftfeuchtigkeit auf. Entscheidend für die Häufigkeit der Erkrankungen sind die hygienischen Standards bei der Lebensmittelzubereitung in den jeweiligen Reiseländern.

Über den medizinischen Grund des Durchfalls sagt der Reisedurchfall erstmal noch nichts aus, wobei der Verzehr von verdorbenen Lebensmitteln oder die Kontamination mit Bakterien (wie Escherichia coli) die häufigsten Gründe darstellen. Weniger häufig sind Viren oder Amöben als Erreger in Betracht zu ziehen.

Ist Reisedurchfall gefährlich?

Das kann man so pauschal nicht sagen. Häufig verläuft der Reisedurchfall unkompliziert und vergeht nach ein bis drei Tagen wieder. Einheimische können sogar von den gleichen Lebensmittel essen und – anders als ein Tourist – nicht an Reisedurchfall erkranken. Das kann damit zu tun haben, dass der Magen-Darm-Trakt der lokalen Bevölkerung an eine höhere/andere Belastung oder ungewöhnliche Nahrungsmittel gewöhnt ist.

Besonders Ältere und Kinder sollten hier besonders vorsichtig sein. Der Reisedurchfall schwächt ältere Menschen besonders und macht anfälliger für Folgeerkrankungen. Bei Kindern besteht – durch das geringere Körpergewicht – vor allem ein Risiko schnell auszutrocknen. Das Risiko ist für einen schweren Verlauf eines sonst harmlosen Durchfalls ist auf Grund der ungewohnten klimatischen Bedinungen in tropischen Ländern gegebenenfalls noch verstärkt.

Wie kann man Reisedurchfall behandeln?

Den unkomplizierten  Reisedurchfall behandeln Sie so wie andere Durchfallerkrankungen. Dazu finden Sie auf der Seite durchfall-hausmittel.de viele gute Tipps. Essen Sie schonende Nahrungsmittel wie beispielsweise Reis oder Kartoffeln mit Salz. Beides ist fast weltweit bekannt und üblicherweise leicht erhältlich. Achten Sie darauf den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt wieder aufzufüllen. Nehmen Sie Orangensaft oder unsere Hausgemachte Elektrolytlösung gegen Durchfall zu sich.

Wenn der Durchfall länger andauert (etwa auch nach der Heimreise), dann könnte auch eine Infektion mit Malaria in Frage und sollte mit einem Arzt abgeklärt werden. Sollten Sie weitere Symptome wie Fieber oder Blut im Stuhl bemerken, dann kann der Arzt eine Stuhlprobe nehmen und diese etwa auf Parasiten oder Salmonellen untersuchen.

Scheuen Sie sich auch nicht davor in Ihrem Reiseland einen ärztlichen Rat einzuholen, vor allem wenn der Durchfall länger anhält und Sie noch eine längere Reise vor sich haben. Den Ärzten vor Ort sind Durchfallerkrankungen natürlich sehr gut bekannt.

Wie kann man Reisedurchfall vorbeugen?

Am besten beugen Sie Durchfall vor indem Sie auf die Nahrungsmittel achten, die Sie zu sich nehmen. Führen Sie sich einige Tipps vor Augen:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Essen frisch gekocht wurde! Im besten Fall sehen Sie sogar wie die Speisen für Sie frisch zubereitet werden. Wenn Essen bei feucht-warmen Temperaturen lange Zeit in der Hitze steht, dann freuen sich die Bakterien über das für sie perfekte Milieu.
  • Vorsicht bei Reis aus dem Reiskocher. Oft ist es gar nicht das ungewohnte Curry, das Sie im Verdacht haben sollten, sondern der Reis. Dieser wird oft im Reiskocher den ganzen Tag lang warm gehalten. Da Reis aber prinzipiell geeignet als Hausmittel gegen Durchfall ist, wollen wir ihnen nicht generell davon abraten, aber achten Sie darauf, dass er wirklich frisch ist.
  • Waschen Sie Ihre Lebensmittel wie Obst oder Gemüse gründlich und zwar mit abgekochtem Wasser oder mit Wasser aus Plastikfalschen. Oft ist das Leitungswasser in diesen Ländern kein Trinkwasser.
  • Falls Sie kein Wasser zur Hand haben, dann wählen Sie Obst, welches Sie vor dem Verzehr schälen. Dann sollten Sie die meisten Schmierinfektionen vermeiden; wobei wir – sofern möglich – auch das Waschen der Hände und der Obstschale empfehlen.

 

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